Das Dach - Schutz und Wärmespeicher

Das Dach ist ein zentraler Bestandteil Ihres Hauses und prägt sein Aussehen. Es hat die Aufgabe, Ihr Gebäude nach oben hin abzuschließen. Ihr Dach schützt Sie und Ihr Haus zuverlässig vor Regen, Schnee, Hagel, Wind und Sturm.


100 Jahre Schutz

Professionell errichtete Dächer sind langlebig: Über 100 Jahre leisten viele Dachstühle unangefochten ihren Dienst. Die Eindeckung hält – je nach Material - zwischen 35 und 80 Jahre durch, bevor eine Sanierung oder Neueindeckung fällig wird.

Die Entscheidung für eine Dachform und die Wahl der Eindeckung wollen daher wohl überlegt sein.

Folgende sechs Dachformen sind am weitesten verbreitet:

Satteldach

Ein Satteldach besteht aus zwei gegenläufig geneigte Dachflächen. Sie treffen am First aufeinander. Seitlich entstehen jeweils gerade Giebelflächen.

Satteldach mit Dachgauben am Einfamilienhaus
Satteldach mit Dachgauben am Einfamilienhaus

Walmdach

Ein Walmdach ist ein Dach mit vier Schrägen, die auch die Giebelseiten einbeziehen.

Walmdach in Stuttgart Zuffenhausen
Walmdach Stuttgart Zuffenhausen Bezirksrathaus

Krüppelwalmdach

Ein Krüppelwalmdach ist, wie der Name bereits nahelegt, eine Sonderform des Walmdachs.
Es besitzt an den Giebelseiten verkürzt Dachschrägen.

Krüppelwalmdach Beispiel Rheda Wassermühle
Krüppelwalmdach Beispiel Rheda Wassermühle

Pultdach

Ein Pultdach besteht aus einer einzelnen schrägen Dachfläche. Diese von Wirtschaftsgebäuden bekannte Dachform trat in den 1990er Jahren einen Siegeszug im Wohnungsbau an.

Pultdach
Beispiel Einfamilienhaus mit Pultdach

Mansarddach

Im unteren Bereich sind die Dachflächen eines Mansarddachs sehr steil. Die Wohnfläche ist dadurch optimal nutzbar. Im oberen Dachbereich ist der Neigungswinkel deutlich geringer.

Beispiel für Mansarddach
Beispiel für Mansarddach

Zeltdach

Ein Zeltdach besteht aus drei oder mehr gegeneinander geneigte Dachflächen, die im Firstpunkt zusammenlaufen.

Diese Dachform findet häufig bei Türmen Verwendung. Im Hausbau eignet sie sich vor allem bei quadratischen oder nahezu quadratischen Grundrissen.

Öhringen Dambacher Villa
Beispiel für Zeltdach: Öhringen Dambacher Villa

Bei allen diesen Dachformen handelt es sich um geneigte Dächer. Als flachgeneigte Dächer gelten zumeist solche mit einem Winkel von bis zu 22 Grad. Ist der Neigungswinkel größer, sprechen Fachleute von einem Steildach.

Ein Dach besitzt eine tragende Unterkonstruktion (Dachstuhl) und eine Eindeckung. Die Dachkonstruktion besteht zumeist aus Holz und kann als Sparrendach oder als Pfettendach ausgeführt sein. Beim Sparrendach tragen vertikale Sparren beim Pfettendach horizontal verlaufende Pfetten die Last.


Für die Eindeckung kommen vor allem folgende Materialien in Frage:

Tondachziegel

Der natürliche Baustoff aus Ton, Lehm und Wasser zeichnet sich durch seine Langlebigkeit aus. Dachziegel sind für steile Dächer besonders geeignet. Es gibt sie in einer großen Formen- und Farbenvielfalt.

Betondachsteine

Betondachsteine aus Zement, Sand und Farbpigmenten sind die preisgünstigere Alternative zum traditionellen Dachziegel. Sie sind jedoch schwerer und verwittern schneller.

Faserzement

Dieses Material aus Zellulose und Zement eignet sich besonders für Nutzbauten wie Garagen oder Gartenhäuser. Es ist leicht, wartungsarm, ausgesprochen witterungsbeständig und einfach zu verlegen.

Sandwich-Elemente

Sie bestehen aus zwei beschichteten Stahlblechen mit einer Hartschaumschicht dazwischen. Die Elemente sind sehr leicht, schnell verlegbar, dämmen gut und besitzen eine moderne Optik.

Metalldach

Alu, Edelstahl, Kupfer oder Zink
Ob eckig gebogene Trapez- oder bogenförmige Wellbleche – metallische Dacheindeckungen sind kostengünstig und quasi wartungsfrei. Im Wohnungsbau sind Metalldächer jedoch bislang eher die Ausnahme.